Revier-Infos

 

Viele erwarten nach dem Anschippern schon sehnlichst den ersten Törn im Revier oder bereiten sich sogar auf eine mehrtägige Fahrt vor.
Dann ist es hilfreich zu wissen, welche Einschränkungen es ggf. für Sportschipper gibt.


Das Internet-Portal "boote" hat dazu Tipps veröffentlicht.
Hier eine kurze Zusammenfassung.

 

Maßgebend sind natürlich die amtlichen Bekanntmachungen.

 

 

Jade und Weser


In Hooksiel an der Jade wurde im Vorhafen an den Dalben südlich der Einfahrt ein Wartesteg für Sportboote gebaut, um auf die Schleuse oder passende Tide zu warten.

Die Schleuse zum Binnentief wird saniert und ist voraussichtlich bis zum 22. Mai 2026 vollständig gesperrt. 

 

In Wilhelmshaven muss sich jedes Fahrzeug mit Schleusenabsicht vor dem Einlaufen bei der Seeschleuse anmelden. (UKW-Kanäle 13 und 16). Der Vorhafen ist Marinegebiet, die Passage zur Schleuse darf nur im Korridor 100 Meter beidseits der Richtlinie bei mäßiger Geschwindigkeit erfolgen. Festmachen ist verboten.
Hinzu kommt jetzt leider, das die Ostkammer der Seeschleuse aktuell außer Betrieb ist.
Montag-Donnerstag daher keine Einzelschleusung für Sportboote sondern nur zusammen mit Berufsschiffahrt wenns gerade passt.
Sportboote Freitag-Sonntag: seewärts 08:45 und 13:00, binnenwärts 15:30 und 17:15

 

In der Jade müssen Boote mindestens eine Seemeile Abstand zu Tankern halten, die auf dem Weg zu einer der zwei LNG-Terminals an der Seebrücke sind.

 

Kaiserbalje: Weniger Pricken

Die Route von der Jade über das Watt in die Weser wird im Zuge einer Neubetonnung im westlichen Teil der Kaiserbalje und des Hohen Wegs nicht mehr mit Pricken bestückt.


Ostfriesen

 

Insel Juist: Vorhafen und Zufahrt werden ausgebaggert, und im Yachthafen kommt ein Spülschiff zum Einsatz, das für ausreichende Wassertiefe und weichen Grund sorgt. Boote mit 1,60 Meter Tiefgang kommen jetzt zwei bis drei Stunden vor und nach Hochwasser in den Hafen.

 

In den Wattfahrwassern vor Norderney und der Nachbarinsel Baltrum werden Offshore-Kabel verlegt. Dadurch kommt es zu teils tagelangen Sperrungen mit nur kurzzeitigen Durchfahrts-Korridoren

 

Spiekeroog wird als letzte der Ostfriesischen Inseln an das Glasfasernetz angebunden. Während der Bauphase können temporäre Beeinträchtigungen auftreten, der Sportboothafen bleibt aber regulär nutzbar. 

Außerdem wird die gesamte Hafenfläche wird um 30 Zentimeter erhöht. Das hölzerne Hafenbetriebsgebäude wurde bereits abgerissen, nun beginnt der Neubau.

Der Sportboothafen und das Stelzenhaus des Wangerooger Yacht-Clubs mit dem Hafenmeisterbüro sind von den Umbaumaßnahmen nicht betroffen aber es wird wohl unruhig dort werden.

 

Emden: Die problembehaftete Eisenbahnklappbrücke über den Binnenhafen wird repariert. Die Deutsche Bahn plant eine dreiwöchige Vollsperrung vom 18. Juli bis 8. August.

 

Harlesiel: Die Schleusenanlage wird bis März 2027 saniert. Eine Durchfahrt in den Binnenhafen und nach Carolinensiel ist nicht möglich. Der Außenhafen eignet sich nur für kurze Stopps, keine Liegeplätze für Sportboote.

 

Wichtig sind natürlich die obligatorischen amtlichen Mitteilungen.

 

Für das veränderliche Nordseerevier hat der Verein Soltwaters darüber hinaus einen WhatsApp-Kanal eingerichtet: WATT – INFOS VON SOLTWATERS E. V.
Wer öfter im Watt unterwegs ist und/oder auch den Steg im Fischereihafen Fedderwardersiel nutzt, sollte gegen sehr geringe Jahresgebühr der Interessenvertretung der Wattfahrer beitreten.

 

Auf die geniale interaktive Seekarte von Wattenschipper.de wurde hier bereits hingewiesen.

Sie basiert auf der freien Seekarte „free nautical charts“ und enthält darüber hinaus alles, was für die Wattfahrt wichtig ist - unter anderem auch hochauflösende Satellitenbilder, auf denen sich Priele gut erkennen lassen, und ein Overlay mit den Schutzgebieten im Watt inklusive Befahrensregeln.

  

Elbe und Nordfriesland

 

An der Unterelbe wird das Hafengebiet von Cuxhaven erweitert. Die Sportboothäfen sind von den Bauarbeiten nicht direkt betroffen. An den Außenkajen östlich des Amerikahafens ist aber jederzeit mit Sperrgebieten, Ankerketten und Baufahrzeugen zu rechnen. Siehe Bekanntmachungen für Seefahrer

 

In Glückstadt ist die Schleuse zum Binnenhafen vom 22. Juni bis 28. August wegen Wartungsarbeiten vollständig gesperrt. Gastlieger können im Außenhafen festmachen.

 

Auf der Schwinge, etwa auf halber Strecke zwischen dem Sperrwerk und Stade, kann die Eisenbahn-Klappbrücke nur noch eingeschränkt bedient werden. Eine Durchfahrt in den Stadthafen Stade ist jedoch mit vorheriger Anmeldung beim Brückenwärter möglich.

 

Büsum: Kabelverlegung schränkt Fahrwasser ein

Auch an der Westküste werden Kabel zu den Offshore-Windparks verlegt. Sperrungen werden über die Nachrichten für Seefahrer und mit Aushängen im Hafen von Büsum bekannt gegeben.

 

Wittdün/Steenodde auf der Insel Amrum weist dank jährlicher Baggerarbeiten mindestens 1,5 Meter Wassertiefe bei Niedrigwasser auf. Sportboote machen jetzt an Schwimmstegen fest und können online den Liegeplatz buchen und bezahlen. Reservierungen sind aber nicht möglich.

 

Der Yachthafen Wyk auf Föhr wird ebenfalls ausgebaggert und hat bei Niedrigwasser mindestens 1,20 Meter Wassertiefe. Gastlieger können jetzt jederzeit online einchecken.

 

 


 

Einleitend war bereits das Internet-Portal "boote" genannt worden.
Es sei darauf hingewiesen, das dieses Portal von Mitgliedern der dem DMYV angeschlossenen Sportbootvereinigung in der Premium-Version (ohne Werbetracking) kostenlos genutzt werden kann (sonst 12,95 €/Monat) !
Außerdem erhalten Mitglieder der Sportbootvereinigung das boote-Magazin viermal im Jahr als gedruckte Ausgabe oder 12 mal im Jahr als digitale Ausgabe kostenlos im Rahmen Ihrer Mitgliedschaft.